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Juni 2024 – Fluorid: wirk­samer Karies­schutz

Fluoride gelten als wichtiger Bestandteil der Kariesprophylaxe und sind seit Jahrzehnten in Zahnpasten enthalten. Nach Auffassung der allermeisten Zahnmediziner ist dies einer der Hauptgründe dafür, dass Karies bei Kindern und Erwachsenen deutlich zurückgegangen ist. Fluorid in Zahnpasta ist mitentscheidend dafür, dass Kinder heutzutage sogar kariesfrei erwachsen werden können.

Neue Listung der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte fluoridhaltige Dentalprodukte Ende 2021 auf die „Liste für unentbehrliche Arzneimittel“ gesetzt. Bislang wurde Fluorid unter „Vitaminen und Mineralien“ gelistet. Diese neue Version der Listung soll dafür sorgen, dass fluoridhaltige Produkte allen Menschen und zu erschwinglichen Kosten zur Verfügung stehen. Laut der World Dental Federation (FDI) werde das weiter dazu beitragen, die Belastung durch Karies zu verringern. Weltweit gilt Karies als die weitverbreitetste Krankheit.

Was bewirken Fluoride?

Fluoride härten den Zahnschmelz, machen ihn widerstandsfähiger gegen den Angriff von Säuren und damit gegen Karies. Sie vermindern das Herauslösen von Mineralien aus dem Zahnschmelz (die Demineralisation) und fördern die Aufnahme von Mineralien in den Zahnschmelz (Remineralisation). Darüber hinaus hemmen Fluoride den Bakterienstoffwechsel und verringern somit von vornherein die Entstehung von Säure.

Fluoride unbedenklich

Auf dem Markt gibt es fluoridfreie Zahnpasten. Zum einen fehlen jedoch wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit fluoridfreier Produkte. Zum anderen werden seitens der Hersteller oder von Fluoridgegnern teilweise falsche Behauptungen zu diesem Thema aufgestellt. Sie warnen davor, dass Fluorid kein natürlicher Bestandteil des Körpers und vor allem für Kinder giftig sei. Hierbei wird jedoch nicht beachtet, dass es sich bei Fluoriden nicht um das aggressive chemische Element Fluor, sondern eben um harmlose Salze dieses Elements handelt.

Fluoride sind ein natürlicher Bestandteil des Nahrungskreislaufs und kommen sogar als Spurenelemente in Knochen und Zähnen vor. In den Mengen, die wir über Zahnpflegeprodukte aufnehmen, gelten sie als absolut unschädlich. Ein Mensch müsste über Jahre hinweg täglich große Mengen an Zahnpasta zu sich nehmen, um bedenkliche Grenzwerte zu überschreiten.

 

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Allgöwer Zahnmedizin

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